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Ausgehen

Ausgehen, ausgehen ist wirklich der grausamste aller Zeitvertreibe. Nein, versteht mich nicht falsch, ich gehe furchtbar gerne weg, nach Düsseldorf oder auch mal nur nach Neuss oder Dormagen.

Aber manchmal frage ich mich dann doch, ob das sinnvoll ist, denn es folgt immer einem unabänderlichen, traditionellen Schema, wie bei Millionen anderer Mädchen und Frauen auch.

Montag morgen, in der Schule. Man ist fertig, mit allem und spürt noch immer die Nachwirkungen von dem übermäßigen Tabak- und Alkoholkonsum. Der Hals kratzt, der Kopf schmerzt, müde ist man auch, denn weil man Sonntag morgen erst nach Hause kam hat man bis um 17.00h geschlafen, kann das dann abends nicht und.. naja, der Montag ist scheisse. Nachdem man die ersten Stunden verschlafen hat, verbringt man den restlichen Tag damit sich mit seinen Mitschülern über das Wochenende zu unterhalten. Irgendwann stellt man dann fest, dass das Wochenende der anderen viel toller ist und man fühlt sich schlecht.

Dienstag morgen. Wieder Schule. Jetzt hört man auch von den letzten Leuten, wie toll ihr Wochenende war. Man beschließt das nächste Wochenende im großen Stil zu feiern, um die neidischen Blicke auch mal zu bekommen. Derweil trägt man wegen dem letzten einfach was dicker auf, das funktioniert. Man fühlt sich besser.

Mittwoch morgen. Schule. Man lag die ganze Nacht wach, hat versucht etwas zu finden, was man machen kann. Hat was gefunden. Vorsichtig fängt man an das zu streuen, damit jemand mitkommen will. Alleine ists ja langweilig. Jemand zeigt Interesse. Man fühlt sich blendend, das Wochenende kann nur super werden!

Donnerstag morgen. So langsam wird es eng, schließlich ist morgen schon Freitag. Spätestens jetzt wird eifrig diskutiert, was man anziehen könnte. Immerhin muss so ein Outfit mehrere Faktoren berücksichtigen. Wetter draussen, Temperatur drinnen, Bewegungsfreiheit(sonst ist das Tanzen so schwierig), Location (sonst ists nacher over- oder under-dressed), Leute mit denen man weggeht und hübsch aussehen und eine perfekte Figur machen muss es auch. Spätestens jetzt verzweifelt man an dem leeren Kleiderschrank, an unmöglichen Kombinationen und daran, dass alle anderen was besseres zum anziehen haben.

Freitag morgen. Es hat sich immer noch kein Outfit gefunden, Panik kommt auf. Während die Schulstunden vorbeirauschen versucht man letzte Asse aus dem Ärmel zu ziehen und stellt fest: Da sind keine drin! Noch mehr Panik, der Schultag ist der blanke Horror. Spätestens jetzt fällt einem auf, dass man vergessen hat Frisur, Schuhe oder Make-Up einzuplanen. Freitag abend. Die Hälfte der Leute sagt ab. Der Abend ist versaut. Man freut sich auf Samstag.

Samstag morgen. Man wacht auf und stellt fest, dass es bereits Mittag ist und man im Zeitplan hinterherhinkt. Toll.. Diesmal sagt kaum jemand ab( die Leute für die Samstagabende sind eigentlich immer zuverlässiger als die für Freitags), man wird mit einiger Verspätung fertig und läuft gut gelaunt zur Bahn, fährt nach Düsseldorf. Man geht tanzen, trifft Leute und- hat auf einmal etwas entfernt als männlich definierbares an sich kleben. Nachdem man bereits nach zwei Minuten Konversation gemerkt hat, dass das nicht die passende Beschäftigung ist, verbringt man die nächsten zwei Stunden damit besagte Personen loszuwerden. Trifft auf neue und das Spiel geht von vorne los, bis um 05.00h, denn dann schließt der Club. Jetzt sollte man müde und mit zerschundenen Füßen so langsam nach Hause, aber es fährt noch keine Bahn. Toll. Warten, draussen. Es ist kalt. Die Welt ist grausam.

Sonntag morgen. Es gibt keinen Sonntagmorgen. Es gibt Sonntagnachmittage, und die sind grausam. Und dann.. dann kommen die Montage..

2.2.07 21:12





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